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Das Ohr – Eines unserer wichtigsten Sinnesorgane

Fast 15 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einem Hörverlust. Die Symptome und Ursachen sind verschieden, aber klar ist: Unbehandelt nimmt das Hörvermögen zunehmend ab. Im schlimmsten Fall droht die völlige Taubheit.
Unser Ohr zählt zu den wichtigsten Sinnesorganen des menschlichen Körpers. Mit ihm nehmen wir nicht nur Töne und Geräusche war, sondern es steuert auch unseren Gleichgewichtssinn und ist für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts sowie die räumliche Orientierung zuständig.

Richtig hören lässt uns am Leben teilhaben und ist unser wichtigstes Kommunikationsmittel. Neben Sprache und Musik nehmen wir durch unser Gehör auch Gefahren und Emotionen wahr. Wer schwer hört, wird im Alltag vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Allein das Überqueren der Straße wird zur Gefahrensituation, weil die Fahrzeuge wesentlich später wahrgenommen werden. Gespräche mit Familie und Freunden werden zur Bewährungsprobe und auf lange Sicht zur Belastung für alle Beteiligten.

Vor allem in lauten Situationen, wie in Einkaufspassagen oder einem gut gefüllten Restaurant, wird das Ohr besonders gefordert. Die Folge: Der Betroffene isoliert sich zunehmend und zieht sich zwangsläufig in seine leiser werdende Welt zurück.
„Meistens treten die Probleme schleichend auf. Der Betroffene merkt oft nicht, dass er nicht mehr gut hört. Häufig sind es dann Verwandte oder Freunde, denen es auffällt, dass in Gesprächssituationen häufig nachgefragt oder der Fernseher immer lauter eingestellt wird“, weiß Gabriele Gromke, Hörakustiker-Meisterin und Inhaberin vom Gromke Hörzentrum.

Ein Hörverlust wird durch verschiedene Ursachen ausgelöst. Unterschieden wird zwischen Beeinträchtigungen im äußeren, mittleren und inneren Ohr. Eine Schädigung in einem der Bereiche kann sich negativ auf das Hören auswirken. „Am Außenohr können zum Beispiel Infektionen oder Ohrenschmalzpfropfen für einen Hörverlust verantwortlich sein. Die mögen zwar im ersten Moment harmlos wirken, sollten aber auch so schnell wie möglich behandelt werden“, rät die Hörakustiker-Meisterin. Im Mittelohr resultiert ein Hörverlust am häufigsten durch eine Mittelohrentzündung oder einer Schädigung des Trommelfells. Auch chronische Erkrankungen wie die Otosklerose, die zu einer Art Verkalkung im Ohr führt, ist ein Auslöser. „Generell entstehen die meisten Hörverluste aber durch eine Schädigung im Innenohr. Zum einen kommt es zu altersbedingten Beeinträchtigungen des Hörens aber auch schon jüngere Menschen sind davon betroffen. Dann sind vor allem laute Musik in Diskotheken, durch den Ipod oder das Smartphone Grund für die Schädigung. Aber auch Virusinfektionen wie Mumps, Masern und Röteln oder physische Beschädigungen durch Tumore oder nach Unfällen können verantwortlich für einen Hörverlust sein“, erklärt die Expertin.

Im Durchschnitt vergehen sieben Jahre zwischen dem Auftreten erster Probleme bis zum ersten Hörgerät. Besonders kritisch ist dabei: Je länger mit einer Behandlung gewartet wird, desto schneller nimmt das Hörvermögen ab. „Aus diesem Grund sollten Betroffene schon bei den kleinsten Anzeichen einen Hörakustiker aufsuchen. Der Fachmann kann dann gezielt behandeln und die Lebensqualität erheblich verbessern“, erläutert Gabriele Gromke.
Infokasten: Aber wie funktioniert das mit dem Hören eigentlich genau?

Das Ohr lässt sich in drei Bereiche unterteilen: Außenohr, Mittelohr und Innenohr. Das Außenohr setzt sich aus Ohrmuschel, Gehörgang und Trommelfell zusammen. Die Form des Ohrs hat die Funktion der Schallortung. Je nachdem von wo die Schallwellen auf das Ohr treffen, bilden sich Besonderheiten im Frequenzbereich, an denen die Richtung der Schallquelle geortet werden kann. Die Ohrmuschel mündet in den Gehörgang und übergibt den Schallreiz an das Trommelfell, das am Gehörgangende liegt. Wenn Schall auf das Trommelfell trifft, kommt es zu Schwingungen, die dann mechanisch durch das Mittelohr weitergeleitet werden. Die Hauptaufgabe des Mittelohrs liegt in der Verstärkung der Schwingungen und die Weiterleitung des Schalls zum Innenohr. In dem Hohlraum zwischen Trommelfell und Innenohr, der sogenannten Paukenhöhle, befinden sich die kleinsten Knochen des menschlichen Körpers: Hammer, Amboss und Steigbügel. Diese miteinander verbundenen Knochen nehmen die Schwingungen am Trommelfell auf und geben sie ans Innenohr weiter. Dieses unterteilt sich in das Hörorgan, die Schnecke und dem Gleichgewichtsorgan. In der Schnecke registrieren die Härchen der Sinneszelle die Schwingungen, leiten sie zum Hörnerv weiter und wandern von dort aus ins Gehirn. Dort werden die Impulse als Geräusche gedeutet und das eigentliche Hören entsteht.

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